Mehrweg-Vapes mit grossem Tank im Test
- von Simon Gröflin
- 30.09.2026
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Wenn du bisher vor allem Hybrid-Vapes gedampft hast und den Komfort und die Intensität geschätzt hast, bist du nicht allein. Seit zwei aktuellen Bundesgerichtsurteilen gelten Hybrid-Vapes mit zusätzlichen Nachfüllbehältern in der Schweiz nicht mehr als zulässig. Den Hintergrund kannst du in unserem Blog zum Hybrid-Vape-Verbot nachlesen.
Die gute Nachricht: Die Verdampferköpfe sind über die Jahre einfacher und geschmacksintensiver geworden. Wenn dir sowohl Leistung als auch Geschmacksintensität der Hybrid-Vapes wichtig sind, gibt es einen spannenden Trend bei den Mehrweg-Vapes. Das sind vor allem immer grössere Tankvolumina im Bereich von 10, 15 bis zu satten 20 ml.
Diese Big-Pod-Mehrweg-Vapes haben oft stärkere Akkus und verursachen langfristig geringere Kosten als Einweg- oder Hybrid-Lösungen. Die grossen Pod-Systeme sind wie die Disposables auf einfaches Mund-zu-Lunge-Dampfen ausgelegt. Du kannst meist gleich ziehen, ohne komplizierte Einstellungen. Die Hybid-Vape-Alternativen unterscheiden sich aber in der Bedienung. Wir haben uns für dich einmal die spannendsten neuen Mehrweg-Pod-Systeme mit grossen Tanks vorgeknöpft und wollen dir gerne unsere ehrliche Einschätzung dazu geben.
Worauf kommt es bei einem guten Mehrweg-Vape an?
Was sich doch sehr geändert hat in den letzten Jahren, ist wohl ein unkompliziertes Nachfüllen und die Bedienung, bei der alles Hand in Hand geht. Unentbehrlich ist auch ein Top-Geschmack, also zuverlässige Pods mit guten Verdampferköpfen. Dazu natürlich eine solide Akkulaufzeit, damit der Vape nicht nach jeder Mittagspause ans Ladekabel muss.
Gerade Umsteigende suchen oft ein Gerät, das ohne jahrelange Vape-Erfahrung funktioniert und du nicht lange eine Bedienungsanleitung studieren musst oder dir auch Liquid auslaufen kann. Wenn du noch nie einen Mehrweg-Vape in Betrieb hattest, kannst du die wichtigsten Tipps in unserem Blog «So einfach wechselst du auf ein Mehrweg-Pod-System» nachlesen.
Ein Wort noch zur Nikotinstärke: Mit Mehrweg-Vapes, beglückt von grossem Tank hast du auch mehr Dampf, den du vielleicht von kleineren Geräten weniger gewohnt bist. Je nach Widerstand (z.B. mit 0,6 Ohm) können 20 mg/ml Nikotinsalz dann auch deutlich stärker sein.
Aspire Avata
Mit seinem sagenhaften Tank von 15 ml ist der Aspire Avata in seinem schicken Alugehäuse eine griffige, schön verarbeitete E-Zigarette mit einem leichten Gewicht von rund 70 Gramm und einem 1100-mAh-Akku für den Alltag. Der Clou: Der Tank ist in zwei Kammern aufgeteilt. Im unteren 5-ml-Tank, dem eigentlichen Pod-Tank mit fest verbautem Mesh-Coil, befindet sich die Verdampferkammer. Aus dem oberen 10-ml-Reservetank fliesst frisches Liquid nach. Das geschieht aber erst, wenn du an der Unterseite das kleine Hebelchen betätigst. Wir gehen davon aus, dass immer mehr Hersteller zu solchen Dual-Tanks übergehen, um hydrostatischen Druck zu vermeiden. da sonst der kleine Coil mit sehr viel Liquid zurechtkommen müsste.
Was gefällt mir?
Der Aspire Avata fühlt sich vor allem wertig und leicht an. Schön gemacht ist das dezente runde Display an der Front, das dir die verbleibende Akkulaufzeit in Prozent anzeigt, während du von der Seite über eine gut verankerte Taste zwischen drei Leistungsstufen wechseln kannst. Auch gut gelöst: der Airflow-Regler auf der linken Seite, über den du dir einen straffen bis offenen Zug einstellen kannst. Der grosse Pod gleitet magnetisch in den Vape, das Befüllen geschieht über eine unterseitige Gummilasche. Willst du den Tank gleich ganz vollmachen, befüllst du erst die untere Kammer und kannst über die kleine Schleusenöffnung auch die obere Kammer volltanken.
Der Aspire Avata im Videotest
Gibt es Schwächen?
Der Aspire Avata ist günstig und du bekommst ordentlich viel fürs Geld. Einziger Nachteil: Für ein optimales Geschmacks- und Dampferlebnis solltest du den Pod nach den 15 ml wieder wechseln. Ein solcher Pod kostet aber nur rund fünf Franken und ist separat erhältlich. Standardmässig ist ein 0,6-Ohm-Pod dabei, optional gibt es auch einen 0,4-Ohm-Pod für noch mehr Dampf und Leistung. Durch den langen, voluminösen Kamin springt der Avata nicht ganz so direkt an wie viele andere schlanke Mehrweg-Pod-Systeme. Ein blitzschnelles, sehr straffes Zugverhalten ist beim Avata nicht möglich, was aber auch der Gerätekategorie geschuldet ist.
Für wen ist der Aspire Avata?
Für nur rund 20 Franken ist der Avata, vor allem dank seiner Verarbeitung und Features wie Airflow, drei Leistungsstufen, Display und der grossen Kammer, ein sehr guter, wenn nicht sehr authentischer Hybrid-Vape-Ersatz.
Aspire Avata in allen Farben
ELFX Mega
Was jetzt, noch ein Elfx-Gerät? Ja, tatsächlich. Mit dem Elfx Mega erweitert Elfbar seine Mehrweg-Serie um ein deutlich grösseres Modell. Mit 111 × 35 × 26 mm und 148 Gramm ist er zwar nicht gerade zierlich, dafür bekommst du einen riesigen 2800-mAh-Akku und einen Pod mit bis zu 10 ml Füllvolumen. Ein ganzes Elfbar Elfliq – oder natürlich jedes andere passende Liquid – findet darin Platz.
Die Leistung reicht je nach Pod bis 32 Watt. Einstellen musst du kaum etwas: Du wechselst lediglich zwischen einem sparsamen und einem stärkeren Power-Modus und passt bei Bedarf die Airflow an. Überraschend gut ist dabei das Dampfverhalten: Der Elfx Mega spricht schnell an und liefert einen intensiven, eher kräftigen «Big Puff»-Zug.
Mitgeliefert wird ein 0,6-Ohm-Pod, der für einen offeneren Zug und ordentlich Dampf sorgt. Möchtest du es etwas gemächlicher und straffer, eignet sich der separat erhältliche 0,8-Ohm-Pod besser. Gerade beim 0,6-Ohm-Pod solltest du wegen der höheren Leistung auch auf eine passende Nikotinstärke achten. Den Pod solltest du ungefähr einmal im Monat wechseln.
Der Elfx Mega im Videotest
Gibt es Schwächen?
Die Airflow empfinde ich persönlich etwas fummelig, sprich im Vergleich zu anderen Mehrweg-Pod-Systemen nicht ganz so fest verankert. Im Alltag tut sie allerdings ihren Job.
Vereinzelt berichten uns einzelne Nutzer von Dichtungsproblemen bei starker Beanspruchung. Bei korrekter Handhabung tritt das allerdings selten auf. Besonders bei einem so grossen Tank ohne zweite Kammer ist es wichtig, den Pod nicht ganz bis nach oben mit Liquid zu befüllen.
Ein Nachteil oder auch ein Vorteil: Du kannst das Liquid nach dem Befüllen nicht gleich wieder ausschütten, da sich auch innenseitig eine Dichtung befindet.
Für wen ist der Elfx Mega?
Für nur rund 25 Franken und Nachfüll-Pods für etwa 8 Franken ist der Elfx Mega sicher ein gutes Gerät für Elfbar-Fans und alle, die mehrere Tage ununterbrochen dampfen und möglichst nichts einstellen oder am Tank fummeln möchten. Im Vergleich zum Hybrid lohnt sich der Umstieg jedoch dennoch beim Portemonnaie: Mit zwei Elfliq-Liquids (je ca. 7.50 Franken) plus einem Ersatz-Pod (rund 8 Franken) liegst du bei etwa 23 Franken im Monat (statt wie früher bis zu 38 Franken bei einem Nachfüllen von Hybrid-Vapes).
Elfx Mega in allen Farben
Vaporesso Eco Nano Plus
Zu den Besonderheiten des kleinen Vaporesso Eco Nano Plus zählen das haptisch edle, anschmiegsame Alugehäuse in mehreren schönen Farben wie Pink, Grau, Grün, Blau und Schwarz mit kompakten Abmessungen von ca. 10 cm × 4,5 cm × 2 cm. Bei der einen oder anderen Farbe, zum Beispiel Schwarz, entsteht dadurch eine schöne Carbon-Optik. Das kleine Vape-Gerät kommt mit einem 1400-mAh-Akku zugange und beherbergt ausser einer Zugautomatik nur eine gut verstellbare Airflow.
Mitgeliefert wird ein 0,6-Ohm-Pod (separat erhältlich ist ein 0,8-Ohm-Pod). Auf der Vorderseite befindet sich eine dezente digitale Akkuanzeige, über welche man die verbleibende Akkulaufzeit in Prozent erspähen kann. Es gab bereits einen Vorgänger, den Eco Nano 2, gegenüber dem sowohl die Akkuleistung von 1000 auf 1400 mAh verbessert als auch das Pod-Volumen von 6 ml auf 10 ml angehoben wurde.
Gibt es Schwächen?
Der Vaporesso Eco Nano Plus hat tatsächlich nicht viele Schwächen – ausser vielleicht, dass die eine oder andere Farbe wie Schwarz leicht fingerabdruckanfällig ist.
Für wen eignet sich der Vaporesso Eco Nano Plus?
Der Vaporesso Eco Nano Plus mit seinem 10-ml-Tank richtet sich ebenfalls an Umsteigende von Einweg-Vapes. Wahrscheinlich hat er auch eines der schönsten Designs unter den Mehrweg-Vapes mit grossen Tanks. Aber vielleicht noch das Wichtigste: Geschmacklich lässt sich auf dem Eco Nano Plus fast alles dampfen – von eher überaromatisierten, dessertartigen Liquids, die den Disposable Vapes nachempfunden sind, bis hin zu dezenteren, weniger übersüssten Sorten. So schmeckte mir beispielsweise das Watermelon Kiwi von Salt Brew sehr gut, während etwa das Pina Colada aus derselben Linie auf einem Uwell Nunchako oder Oxva Unione mit ihren grossen «Kaminen» eindeutig nicht ganz dieselbe Intensität entfaltete.
Vaporesso Eco Nano Plus in allen Farben
Oxva Unione
Oxva ist einer der bekanntesten Hersteller im Pod-Bereich. Der Unione möchte, dem Namen nach zu urteilen, das Beste aus dieser Welt unter einen Hut bringen. Er will ein möglichst einfaches Gerät für Umsteigende von einem Einweg-Gerät sein. Der Oxva Unione ist ebenfalls ein 10-ml-Pod-System mit einem üblichen 1100-mAh-Akku. Wie der Aspire Avata verfügt er über ein Dual-Tank-System mit 2 ml Liquid im Verdampferkopf und einer zweiten Kammer mit 8 ml Nachfluss-Liquid. Besonders schick ist seine handliche Verarbeitung: Mit Abmessungen von 94 x 57 x 22 mm und einem Gewicht von 116 Gramm ist er nochmal etwas leichter als der Elfx Mega und einiges kompakter.
Integriert und wechselbar ist ein 0,8-Ohm-Pod mit einem cool gelösten Top-Fill-System, das du wie einen oberseitigen Schacht nach hinten schiebst. Was uns auch gefällt: Du kannst sogar das Drip Tip (das kleine Mundstück) herausziehen und jedes Mal waschen. Auch der Oxva Unione verfügt über einen seitlichen Airflow-Regler, um deinen Zugwiderstand enger oder offener zu machen. Und ja, er dampft ordentlich. Und: Die Pods haben einen wirklich guten Geschmack.
Der Oxva Unione im Videotest
Gibt es Schwächen?
Einziger Wermutstropfen: Wir haben auch beim Oxva Unione vereinzelt Rückmeldungen von auslaufenden Pods. Auch hier empfehlen wir, einen frischen Pod nie ganz aufzufüllen und vielleicht nicht gleich Bergsport in allen Höhenlagen zu betreiben.
Was mir persönlich aufgefallen ist: Bei sehr straffem Zug und eher geschlossener Airflow blubbert er hie und da leicht. Daher eignet sich der Unione eher für ein offeneres MTL-Dampfvergnügen. Allerdings gibt es bisher auch nur einen Pod (0,8 Ohm). Wie beim Elfx Mega verfügt die Kartusche von innen über eine zusätzliche Abdichtung. Dadurch bleibt das Liquid wie beim Elfx Mega im Pod und lässt sich nicht gleich wechseln. Allerdings ist der Unione für 20 Franken im Grossen und Ganzen ein sehr günstiges Zweitgerät.
Für wen eignet sich das Pod-System Oxva Unione?
Der Oxva Unione ist eine E-Zigarette, die vor allem mit ihrer Einfachheit und der guten Verarbeitung trumpft. Der anschmiegsame Vape aus seiner edlen Zink-Legierung und seinem griffigen Aluminiumgehäuse bietet unter dem Strich sehr viel für diesen Preis. Ein besonderer Bonus ist das abnehmbare Mundstück! Denn ich zum Beispiel mag es nicht, wenn ich mehrere Vapes rumliegen habe und Pods angebraucht sind.
Oxva Unione in allen Farben
Unser Fazit
Mehrweg-Vapes entwickeln sich stetig weiter. Suchst du aktuell vor allem ein Gerät, das einfach in der Handhabung ist, sich leicht auffüllen lässt und mit dem du lange ununterbrochen dampfen kannst, hast du heute eine sehr grosse Auswahl.
Mein persönlicher Favorit ist übrigens der Vaporesso Eco Nano Plus. Er fühlt sich angenehm leicht, kompakt und gleichzeitig hochwertig an. Auch geschmacklich hat er mich überzeugt – nicht nur bei den klassischen, eher süssen Liquids aus der Disposable-Szene, sondern auch bei weniger süssen Sorten wie den Nic Salts von Salt Brew.
Und falls dir noch mehr Komfort wichtig ist, gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Auch Elfbar hat bei seinen Prefilled-Pod-Systemen kürzlich nachgelegt und mit dem Elfa Master eine leistungsstärkere Variante auf den Markt gebracht. Die vorgefüllten 2-ml-Pods lassen sich damit weiterhin besonders einfach nutzen, können aber mit höherer Leistung gedampft werden.
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