Hybrid-Vape verboten? So einfach wechselst du auf ein Mehrweg-Pod-System

Hybrid-Vape verboten? So einfach wechselst du auf ein Mehrweg-Pod-System

Hybrid-Vapes sind aufgrund eines Bundesgerichtsurteils in der Schweiz nicht mehr legal. Vielleicht fragst du dich jetzt, wie kompliziert der Umstieg auf ein Mehrweg-System wird. Musst du künftig ständig Liquids nachfüllen, die Verdampfereinheit wechseln oder dich durch unzählige Geschmacksrichtungen kämpfen?

 

Worin ich dich beruhigen kann: Moderne Mehrweg-Vapes haben mit den komplizierten E-Zigaretten von früher kaum noch etwas gemeinsam. Fangen wir beim Befüllen an. Du setzt praktisch nur noch ein Fläschchen an und kannst gleich alles in einen grossen 10-ml-Pod einfüllen. Systeme wie der Elfx Mega mit seinem sagenhaften 10-ml-Tank haben sogar unter der Gummiöffnung eine innere Gummilasche, damit dir auch wirklich gar nichts auslaufen kann.

Die besten Hybrid-Alternativen im Video-Testbericht

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Aber damit nicht genug. Zum einen sind die Zeiten vorbei, als man bei einem offenen Pod-System mit befüllbarer Tankeinheit noch alle zwei Wochen die Verdampfereinheit wechseln musste. Zum anderen wurden nicht nur die feinen Drahtgeflechte in den fortschrittlichen Mesh-Coils immer besser, was mehr Dampf- und Geschmacksintensität bei sparsamer Verdampfung ermöglicht.

 

Was mich in den letzten Tagen überrascht hat: Neuere grosse Mehrweg-Pod-Systeme wie etwa der JNR Falcon Nexus 55k mit seinem grossvolumigen 20-ml-Tank haben im Innern auch grössere Verdampferköpfe mit derselben filigranen Oberflächenverdampfung wie bei Hybrid Big Puffs. Fast so, als hättest du ein grosses offenes Mund-zu-Lunge-Dampfsystem mit einem grossen Verdampferkopf eines Sub-Ohm-Geräts. 

 

In den meisten Fällen füllst du einfach ein kleines Liquid-Fläschchen nach, wechselst den Tank nur gelegentlich und erhältst ein Dampferlebnis, das den bekannten Hybrid-Systemen sehr nahekommt. In diesem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den Umstieg.

JNR Falcon Mehrweg-Vape als Alternative zu Einweg-E-Zigaretten
Der JNR Falcon Nexus 55K kombiniert riesige Pods mit bis zu 20 ml Fassungsvermögen.

Was ändert sich beim Umstieg auf einen Mehrweg-Vape?

Bei einem fortschrittlichen Mehrweg-System hast du nur den Akkuträger und einen Pod, den du selbst mit Liquid befüllst. Der leere Tank (Pod) enthält bei vielen Mund-zu-Lunge-Mehrweg-Pod-Systemen heute schon die Verdampfereinheit. Du entsorgst eigentlich nur gefühlt jeden Monat eine ganze Pod-Kartusche mit dem Coil. Je nach deinem Genuss- und Verbrauchslevel kaufst du statt eines neuen vorgefüllten Sets alle paar Wochen ein oder zwei 10-ml-Liquids.

 

Handliche Mehrweg-Systeme

Wie befüllt man einen Mehrweg-Vape richtig?

Das Befüllen eines Pods ist heute deutlich simpler als noch vor zig Jahren. In der Regel nimmst du die leere Kartusche zur Hand, öffnest vorsichtig die Gummilasche von der Seite und setzt deine Liquid-Flasche leicht schräg an. Dann drückst du vorsichtig Liquid in den Pod, bis der Füllstand gegen oben bei etwa 80 Prozent angelangt ist, damit kein überschüssiges Liquid ausläuft, denn die Verdampfereinheit im leeren Tank bzw. Pod benötigt auch ein wenig Raum. Danach lässt du einen frisch befüllten Pod am besten für acht bis zehn Minuten stehen, bevor du dampfst. Beim JNR Falcon steht sogar auf dem Pod, dass du nur etwa zwei Minuten warten musst. Das Wattematerial im Innern der Heizspule sollte sich erst ein wenig vollsaugen. Das gilt nur bei der ersten Befüllung. Danach kannst du immer direkt dampfen, bis es langsam wieder an der Zeit ist, Liquid nachzufüllen. Das solltest du spätestens tun, wenn sich der Liquidstand nur noch wenige Milliliter über dem Boden befindet.

E-Liquid wird in den Pod eines nachfüllbaren Mehrweg-Vape-Systems eingefüllt
Liquid einfüllen, verschliessen, kurz warten – moderne Pod-Systeme sind in wenigen Sekunden befüllt.

Schmeckt das genauso wie mein alter Hybrid?

Einwegprodukte verwenden oft eigene Liquid-Mischungen. Man sagt, sie seien oft auf das eigene Verdampfersystem perfekt abgestimmt. Das liegt aber auch daran, dass die Liquids in den Systemen manchmal sogar noch einen Tick mehr Propylenglykol enthalten oder leicht überaromatisiert sind. Das ist aber aktuell durchaus ein Trend, der auf immer mehr Liquid-Linien überschwappt. Im Mehrwegsystem hast du mehr Freiheit. Du kannst gezielt nach Liquids  suchen, die deinem Lieblingsgeschmack nahekommen – und mit der Zeit vielleicht sogar etwas finden, das dir noch besser schmeckt. 

Das solltest du beim ersten Befüllen eines Pods beachten

Bei einem Vape wie dem JNR Falcon Nexus 55K verfügt der riesige 20-ml-Pod über eine seitliche Markierung und eine offene Lasche, um nicht versehentlich den Gumminoppen falsch herum zu öffnen oder ihn versehentlich abzureissen. Einzig ein wenig tricky, aber ein Luxusproblem: Wenn du gleich 20 ml Liquid einfüllen willst, halte am besten das zweite offene Fläschchen schon bereit, damit das Hantieren während eines offenen Pods nicht zu einem Balance-Akt wird. Mit «Luxusproblem» meinte ich übrigens, dass wir bis vor kurzem gar nicht so riesige Tanks in den offenen Pod-Systemen hatten, bei welchen gleich zwei 10-ml-Liquids reingehen. Bei einem Mehrweg-Vape wie dem Elfx Mega achtest du einfach darauf, die Gummilasche beim Pfeilchen zu öffnen. Kleiner Hinweis: Einige Vapes wie die Uwell Caliburn G3/G4, Vaporesso Xros und Elfx Mega haben Pods, die eine zusätzliche innere Dichtung haben. Das hat Vorteile, weil beim Befüllen auch wirklich «alles» im Pod bleibt.

Modernes Mehrweg-Pod-System als Alternative zu Hybrid-Vapes mit nachfüllbarem Tank und Liquidflasche
Moderne Mehrweg-Pod-Systeme mit grossen Tanks und leistungsfähigen Mesh-Coils bieten ein Dampferlebnis, das bekannten Hybrid-Vapes sehr nahekommt – bei deutlich weniger Abfall und niedrigeren Folgekosten.

Brauch ich für einen Elfbar-Mehrweg-Vape zwingend Elfliq?

Was Liquids anbelangt, kannst du viele der vertrauten Sorten von Vozol, Elfbar, Lost Mary, Aroma King auch als Nikotinsalz-Liquids dampfen. Und es kommen immer mehr Liquid-Hersteller mit Liquid-Kreationen, die geschmacklich sehr nah an die ehemaligen Hybrid-Vapes herankommen. Wenn du wissen willst, wie zum Beispiel Elfliq Liquids auch in verschiedenen kleineren Mehrweg-Pod-Systemen schmecken, lies unseren Elfliq Test. Ich kann dir nur so viel verraten: Auf Geräten wie Elfx Mega und JNR Falcon Nexus 55K mit Tanks von 10 ml bzw. sogar 20 ml hast du tatsächlich genau dieses Geschmackserlebnis.  

Liquids von Elfbar

Es gibt sogenannte Nikotinsalz-Liquids in 10-ml-Fläschchen mit Konzentrationen von 10 mg/ml oder 20 mg/ml. Das sind im Prinzip genau die Liquids, die du schon von den intensiven Disposable Vapes (oder ehemaligen «Hybriden») kennst. Achte am Anfang, besonders bei Mund-zu-Lunge-Pod-Systemen wie den genannten Geräten, darauf, eher Liquids zu wählen, die nicht mehr Glycerin (VG) als 50:50 aufweisen. Die Geräte «verzeihen» vieles, aber Coil-Leistung und Intensität lassen sonst nach. Wenn du mehr über Liquids wissen willst, verweise ich an dieser Stelle gerne auf unsere Liquid-Übersicht, in welcher wir auch Mischverhältnis und wichtige Begriffe erklären. Auf unserem YouTube-Kanal findest du auch laufend neue Testberichte. 

Häufig gestellte Fragen

Liquid-Flaschen mit Nikotinsalz-Liquids für E-Zigaretten und Pod-Systeme

Die meisten offenen Systeme (Pods, Tanks) sind mit allen gängigen Liquids kompatibel. Du bist nicht an eine Marke gebunden – anders als bei den Einweg-Produkten, bei welchen die Nachfüllsets dazugekauft wurden. Leg dir am besten ein paar kleine 10-ml-Fläschchen verschiedener Marken zu, um dein Lieblings-Liquid zu finden. Wenn du unsicher bist, filtere einfach nach den beliebtesten Liquids und probiere es aus. 

Keine Sorge. Wenn der Tank eines Mehrweg-Pod-Systems zu voll ist, kann es blubbern oder beim Ziehen können kleine Liquid-Tropfen mit hochkommen. Das fühlt sich zunächst vielleicht unangenehm und glitschig an. Aber kein Grund zur Sorge. In diesem Fall nimmst du einfach ein Küchentuch und wischst den Pod bzw. das Mundstück ab oder schüttelst den Pod mit dem Mundstück im Küchentuch ein paar Mal nach unten. Am besten füllst du künftig nur zu 80% deinen Tank. Auch der Verdampferkopf benötigt etwas Raum. 

Einen Coil bzw. einen Pod – also die Verdampfereinheit in der Tank-Kartusche – wechselst du, je nachdem, wie viel du dampfst und welches Liquid du verwendest, in der Regel so alle 3 bis 4 Wochen. Süssere Liquids (z. B. mit Karamell- oder Dessertgeschmack) verbrauchen den Coil etwas schneller, weil die Süssstoffe einem Coil tatsächlich etwas mehr zusetzen können. 

Wenn du monatlich rund 20 ml Liquid verbrauchst, fährst du mit dem Elfx Mega deutlich günstiger als mit einem Elfbar AF5000. Obwohl beide Geräte in der Anschaffung etwa 25 Franken kosten, unterscheiden sich die laufenden Kosten spürbar. Während du bei dem Hybrid-Vape von Elfbar für denselben Verbrauch bis zu zwei Refill-Pods pro Monat benötigst. Mit einem Preis von rund CHF 18.90 pro Pod ergeben sich monatliche Kosten von etwa CHF 38.–. Der Elfx Mega setzt dagegen auf wiederbefüllbare Pods. Für 20 ml Verbrauch reichen zwei Elfliq Liquids à CHF 7.50 sowie durchschnittlich ein Ersatz-Pod für rund CHF 8.– pro Monat. Die laufenden Kosten liegen damit bei lediglich rund CHF 23.–. Das bedeutet eine Ersparnis von etwa CHF 15.– pro Monat. Besonders bei regelmässigem Verbrauch macht sich der Preisvorteil des Elfx Mega bereits nach kurzer Zeit bemerkbar und sorgt langfristig für deutlich tiefere Dampferkosten.

Wenn dein Mehrweg-Vape kratzt oder Hustenreiz auslöst, liegt das oft an der Kombination aus Nikotinstärke, Pod-Widerstand und Nikotinart. Nikotinsalz-Liquids sind meist deutlich sanfter als Liquids mit basischem Nikotin. Zudem erzeugen Pods mit niedrigem Widerstand (z. B. 0,6 Ohm) mehr Dampf und können bei hohen Nikotinstärken intensiver wirken. Für ein sanfteres Dampferlebnis helfen oft ein Pod mit höherem Widerstand (0,8–1,2 Ohm), eine tiefere Nikotinstärke oder der Wechsel auf Nikotinsalz.

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