Mein Umstieg vom Joint zum Vaporizer: Eine persönliche Erfahrung

Mein Umstieg vom Joint zum Vaporizer: Eine persönliche Erfahrung

Mein Körper hat mir die Entscheidung eigentlich schon vor Monaten abgenommen. Während ich seit Jahren im Alltag längst nur noch dampfe, fühlte sich jeder Joint wie ein Rückschritt an – ein Relikt aus einer Zeit, in welcher mir meine Lunge wohl egal war. Wenn du wie ich jahrelang Joints geraucht hast, ist der Umstieg auf den Vapo kein einfacher Gerätewechsel. Und doch passierte nach einigen Wochen etwas, das ich zunächst nicht für möglich gehalten habe.

Das waren noch Zeiten.


Mein «Arbeitsplatz» war das klassische Mischpult: Longpapes, Filtertips und leider immer noch dieser Berg aus Tabak. Ich habe Cannabis wohl schon in fast allen Formen probiert: Von dieser ersten Tüte auf dem Pausenhof – wo ich erst die Treppen heraufschwebte und mir dann im Lateinunterricht an der Kanti für ein paar Momente alle Empfangssensoren durch ein unterschwelliges Kichern der Kollegen abhandenkamen. Über reinere Formen in Bongs bis hin zu späteren milderen Produkten wie CBD-Liquids für E-Zigaretten; am Ende landete ich doch immer wieder beim klassischen Misch-Joint. Dieses vertraute Ritual des Drehens, die schnelle «Zufuhr», das typische Kratzen, vielleicht auch das Nikotin und der gewohnte Geschmack hielten mich fest.

Kann ein Vaporizer das Ritual eines Joints ersetzen?

Ja, ich bin ein Gewohnheitstier und wollte auch fast nie pure Joints. Die zentralen Fragen, die sich mir stellten: Würde ich aufgrund der Temperaturregelung Aromen vielleicht auf eine andere, angenehme Art wahrnehmen, was mein Joint-Erlebnis kompensiert? Würde ich sogar weniger husten? Aber sicher auch die Frage, ob ein Vaporizer mit ein bisschen Dampf mir sowohl das Ritual als auch den Geschmack eines Joints ersetzen kann? Fragen über Fragen – vielleicht war diese Neugier auch der Auslöser meines Selbstexperiments.

Warum gerade der FX Mini?

Ich habe mir darauf einen Wolkenkraft Äris Mini zugelegt. Warum genau diesen Vaporizer? Es war eigentlich einer meiner Arbeitskollegen, unser Fotograf, der uns die schönen Beitragsbilder macht. Er empfahl es als gutes Allround-Gerät, das nahezu alles an obligatem Zubehör wie Reinigungsset und Kapseln beinhaltet – zudem soll er sehr handlich und einfach zu reinigen sein. Da dachte ich mir, wenn andere, die eher viel rauchen, sich ab und zu ein Ritual mit einem Vaporizer gönnen, sollte ich dies einmal ausprobieren. Es wurde mir sogar nahegelegt, dass man mit einem Vaporizer noch viel mehr aus den Blüten herausschmeckt.

Der Wolkenkraft FX Mini Ultra im Video Review

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Meine ersten Wochen: Erwartungen vs. Realität

Also habe ich den FX Mini zuhause einmal aufgeladen, die Heizkammer zur Hälfte mit fein gemahlenen Blüten befüllt und ein paar Züge genommen. Was ich überhaupt erst einstellen musste, war für mich anfangs dasselbe Ratespiel wie beim temperaturgesteuerten Dampfen von E-Zigaretten.

 

Es fühlte sich aber kratzig an – fast wie der Industriehanf aus den Duftsäckchen der 90er-Jahre – dieses typische Aroma der kleinen Altgassen-Läden meiner Schulzeit, das immer etwas zu viele Spitzen und Kanten hatte. Ich ging wohl zuerst gleich auf etwa 200°C. Erst als ich mir durch verschiedene YouTube-Eindrücke ein Bild verschaffen konnte, wie andere den Wolkenkraft im Einsatz haben, begann ich mehr mit den Einstellungen zu experimentieren.

So habe ich in mehreren Sessions gedampft: erst mit eher milden 180 °C begonnen und bei der zweiten und dritten Session schrittweise auf 190 °C bzw. 200 °C erhöht. Und ja, mein Lemon Haze schmeckte auf einmal vielschichtiger, erdiger und leicht holzig, als würde ich die süssen Harzdrüsenverbindungen des Cannabisprofils meiner Sorte mehr herausspüren.

 

Zumindest waren es einige Sekunden echten Genusses. Doch warum hielt der Genuss nur so kurz an? Ein Blick in die Heizkammer offenbarte mir, dass die Blüten schon ordentlich gebräunt waren, was die Vermutung nahelegt, dass ich eine zu hohe Temperatur gewählt habe. Es war aber dennoch ein entspannter Abend.

Joint vs. Vaporizer im Vergleich

Es kommt sehr darauf an, welche Art von Gras man verwendet – gemäss Forschungsberichten wurden ja bekanntlich in verschiedenen Cannabis-Sorten über 100 verschiedene Terpene nachgewiesen. Dass das Mahlgut im Vaporizer immer sehr fluffig und fein sein sollte, war mir bewusst. Ich habe zu diesem Zweck meine Grinding-Technik überdacht und einen mehrteiligen Grinder mit Kief-Fach ausprobiert, um möglichst wenig der kleinen grünen Ästchen mitzuvaporisieren

Flowermill Grinder im Video-Test

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Und was sagen meine Lunge und Hals nach einigen Wochen ohne Verbrennung? Ich habe meinen Äris Mini alle ein, zwei Tage in Betrieb und dampfe abends gemütlich ein paar Sessions. Das Dampfen ist auch bei der «Einwirkungsdauer» anders.

 

Während man mit einem Joint oft mehrere Minuten verbringt, gönnt man sich mit einem kleinen Vaporizer oft nur zwei bis dreimal rund zwei Minuten und legt ihn danach wieder beiseite. Und ja, mein Hals fühlt sich morgens weniger aufgebläht an. Allerdings hatte ich noch immer ein Problem: dieses ständige leichte Kratzen beim Inhalieren. Da das Mundstück des FX Mini etwas klein ist und ich warmen Dampf nicht so mag, habe ich mir noch den kleinen Bubbler zugelegt, über welchen man den Luftzug noch zusätzlich herunterkühlen kann.

 

Das Zuggefühl ist durchaus eine Umstellung. Während man bei einem Joint eher normal zieht, nimmt man bei einem Vaporizer tendenziell eher langsame und sehr tiefe Züge. Daran konnte ich mich mit dem zusätzlichen Bubbler nun gut umgewöhnen.

Meine Einstellungen und die praktische Dosierkapsel

Ich habe meist den Wolkenkraft Äris Mini im täglichen Einsatz. Mein persönlicher «Sweetspot» bei der Temperatur hat sich mittlerweile bei ca. 185 °C eingepegelt; ich verweile bei gewöhnlichen Blüten für bis zu drei Sessions auf dieser Einstellung. Zum Grinden verwende ich seit drei Wochen den Flowermill Grinder, der über ein Scheibensystem besonders feine Mahlergebnisse erzeugt. Besonders praktisch finde ich beim Äris Mini übrigens die Dosierkapsel aus dem Lieferumfang. Ich befülle sie schon zuhause und muss dadurch meinen Grinder gar nicht immer mitnehmen, wenn ich beispielsweise im Sommer an der Reuss einfach ein wenig mit Kollegen die Sonne geniessen möchte.

 

Ersetzt der Vapo meinen Joint?

Was sich sicher verändert hat, ist, Überraschung, die Menge an Blüten, die ich benötige – ich brauche viel weniger, da die kleine Heizkammer nur wenige Milligramm an Füllvolumen bereithält und nichts mehr mittels Verbrennung verschwendet wird. Überrascht hat mich, dass Vaporisieren eigentlich ein eher kleines, aber feines Ritual ist und sogar weniger Vorbereitung braucht. Einfach kurz grinden, fluffig befüllen und geniessen. Einzig das kurze Auspinseln am Schluss sollte man nicht vergessen. Und das Beste: Ich kann das nun auch gemütlich in der Stube tun; der Geruch verschwindet nach fünf Minuten ohne grossflächige Lüftungsaktion.

Schwarzer Vaporizer mit Cannabis-Blüten, Grinder und Zubehör auf Holztisch – Vorbereitung zum Vaporisieren statt Joint drehen

Fazit

Würde ich also wieder zum Joint greifen? Wahrscheinlich kommt es immer auf den Moment und den Anlass an. Aber für meinen Alltag ist der Vaporizer weit mehr als nur ein Ersatz geworden. Ja, man entdeckt die Aromen der Terpene völlig neu und ja, meine E-Zigi-Lunge dankt es mir nun auch jeden Morgen. Er ersetzt den Joint nicht eins zu eins – er macht das Erlebnis einfach «anders» und hat sich bei mir persönlich als nettes, ergänzendes Abendritual dazugesellt.

 

Disclaimer: Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht. Er dient der Unterhaltung und Information, nicht der medizinischen Beratung.

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